Once Upon a Time in the West - Spiel mir das Lied vom Tod
Du meine Güte. Leone erklärt hier Dinge
eeeeewig lang, die keiner Erklärung bedürfen, dafür erklärt er die
wichtigen Plotpoints gar nicht oder irgendwie in Nebensätzen. Ja,
vielleicht will er damit sagen, dass Plots unwichtig sind, und Style
wichtiger. So kann man dann den Film vielleicht genießen. Ich kann es
anscheinend nicht. Es ist einfach uninteressant und ja, seufz, viel zu
langsam. Ein paar langsame Szenen am Anfang sind ja stilistisch gut,
aber nach zwei Stunden lässt man irgendwann den Nacken nach hinten
kippen, und es ist einem einfach schon egal.
Und
zwar auch, weil die Charaktere so anstrengend sind. Cardinales Jill
geht einem nach hoffnungsfrohem Start nur noch auf die Nerven, Bronsons
Typen versteht man halt zweienhalb Stunden nicht (auch find ich nicht,
dass er an Eastwood heranreichen kann), Fondas Bösewicht ist so ein
Superarschloch, dass man ihm gar nicht zuschauen möchte, und Robards ist
all over the place und irgendwann plötzlich scheinbar gewandelt, ohne
Grund. Ja, ich sag's noch schnell: Ja, die Musik, und ja, die
Cinematographie. Who cares.
Lieblingsszene:
Von mir aus die Szene, als Jill mit dem Zug ankommt und langsam merkt,
dass da irgendwas nicht stimmt. Da hat man als Zuschauer auch noch
Hoffnung.
