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Montag

Per qualche dollaro in più (1965)

For a Few Dollars More - Für ein paar Dollar mehr
 

Hui. Wenn dieser Film in den Saloon tritt, hört die Musik auf zu spielen. Vielleicht der beste Spaghetti-Western aller Zeiten? Jedenfalls ist die Story interessant, und Eastwood hat wohl nie besser ausgesehen. Cineastisch und musikalisch herausragend, aber das weiß ja wirklich sogar der letzte Spaghetti-Verächter ohnehin schon. Harmlos ist der Film aber natürlich nicht, es wird zwar viel gestarrt (sehr viel) und fake geschossen (pfffiiiuuu!), aber es sind auch ein paar heftigere Szenen dabei.
 
Lieblingsszene: Wie El Indios Bande die Bank und deren Wächter ausspioniert.

Samstag

Il buono, il brutto, il cattivo (1966)

The Good, the Bad and the Ugly - Zwei glorreiche Halunken
 

Ich nehme an, die Deutschen Titelvergeber haben es echt versucht, aber es klang einfach nicht gut. Naja, sie haben den Film aber recht gut erfasst, schließlich hat Van Cleef hier überhaupt nichts zu tun, und Eastwood (etwas weniger) und Wallach (sehr viel) teilen den Ruhm.
 
Ich nehme außerdem an, hier traute sich schon niemand mehr dem Sergio mal zu sagen "Dude, this is way too long". Ich war fast etwas enttäuscht, dass es nicht noch mehr cinematographisch strahlende Szenen gibt (es gibt sie natürlich schon, nur halt nicht oft genug). Dafür sind all die Bürgerkriegs-Szenen einfach langweilig und uninteressant, noch dazu mit dieser Tröt-Hero-Musik unterlegt. Insgesamt eher unausgewogen, viel Gutes, viel Ödes. Und "Buono" ist hier natürlich niemand, es ist eine ziemliche Arschloch-Veranstaltung. Achja, die Musik: Saugeil, mit der oben erwähnten Ausnahme.
 
Lieblingsszene: Wenn die herrenlose Kutsche in der Wüste herbeirast.

Donnerstag

La resa dei conti (1966)

The Big Gundown - Der Gehetzte der Sierra Madre 
 
 
Mein Gott, ich hasse Milián in diesem Film. (Vielleicht in allen seinen Filmen, das weiß ich noch nicht). Van Cleef ist gut und eigentlich der einzige, den man sich hier ansehen kann und dessen Motivation man irgendwie nachvollziehen kann. Die restlichen Charaktere sind Cartoons und handeln komplett idiotisch. Die Frauenrollen sind... seufz.

Schrecklicher Film. Und das soll einer der besten Spaghetti-Western sein. Einer der besten! Einer der besten?? Da freu ich mich ja schon auf die schlechteren.
 
Die Musik ist recht gut und das Titelthema irgendwo zwischen bizarr-nervig und fantastisch. Das Ende des Films macht irgendwie Sinn und versöhnt minimalst.

Lieblingsszene: Pfff. Ein beliebiges Closeup von Van Cleef ohne Dialog.

Montag

Da uomo a uomo (1967)

Death Rides a Horse - Von Mann zu Mann/Die Rechnung wird mit Blei bezahlt
 
 
Ja, doch. Find ich zwar jetzt nicht durchgehend spannend, aber zumindest ist die Motivation der Charaktere verständlich, und man kann der ganzen Story gut folgen. Es scheint ja so, als ob mir das bei Spaghetti Western wichtig ist, was mich ehrlich gesagt überrascht hat. Ich hätte eher gedacht, dass mir eine gute Cinematografie mit ein paar coolen Szenen genügen würde, weil es ja halt doch viel um "Bilder" geht in diesem Genre. Dem ist aber nicht so. Ich verstehe dann doch gern, warum die Hauptfigur irgendwas tut, und warum man das interessant finden soll. Und das war hier der Fall, das ist also gut.

Van Cleef war wieder super, John Phillip Law fand ich jetzt nicht völlig überzeugend. Er hat zwar die Stimmlage angepasst (was leicht unnatürlich rüberkommt), aber er passt einfach nicht so recht in diese Welt, warum auch immer. Für mich kein Spaghetti-Material, der Law (den ich als Softie-Engel in "Barbarella" sehr mochte), aber auch weit davon entfernt, zu nerven.

Die Musik ist wieder von Morricone und ist wirklich vergnüglich.

Voll okay und einer der sehenswerteren Filme dieser Nische, mehr dann aber auch wieder nicht.

Lieblingsszene: Van Cleef rettet Law den Hintern nach dem Pokerspiel.